Hintergrund
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
Auf Kontrastseite umschalten Schrift vergrößern Schrift verkleinern
20.03.2019 | CDU-Stadtratsfraktion
Universitäten Landau und Kaiserslautern
Fusionspläne des Landes sind unausgegoren und nicht akzeptabel
Wir haben in der Stadtratssitzung am vergangenen Montag einen Resolutionsentwurf eingebracht, mit dem der Stadtrat Position zu dem von der Landesregierung beschlossenen Grundsatzbeschluss zur Zusammenführung der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) mit dem Universitätsstandort Landau beziehen soll. Die Fusionspläne des Landes sind unausgegoren und werden in dieser Form von uns nicht unterstützt.
Die Expertenanhörung im Stadtrat am 08. März lässt uns stark an der Sinnhaftigkeit der Fusion zweifeln. Wir befürchten, dass unsere Universität durch den Beschluss geschwächt und ihre gute Reputation gefährdet wird. Der Beschluss des Senats der TUK vergangene Woche bestärkt uns in unserer Haltung. Unsere Resolution nimmt die Forderung des Senats auf, den Ministerratsbeschluss vorläufig auszusetzen und Zeit für einen Dialog der TUK mit der Universität Landau zu geben. Wir fordern sämtliche im Landtag vertretenen Fraktionen auf, vor einer endgültigen Entscheidung das Ergebnis dieses Dialogs abzuwarten und keine übereilten Schritte zu gehen. Der Stadtrat hatte in seiner Sondersitzung vor zwei Wochen die Entscheidung über eine erste Resolution von uns auf Antrag der Grünen vertagt. „Die Entwicklung der Stadt Kaiserslautern und die der Technischen Universität Kaiserslautern sind auf das engste miteinander verknüpft. Wir stehen zu unserer Universität und wollen ihre bestmögliche Entwicklung“, betont der Fraktionsvorsitzende der CDU Walfried Weber. „Die TUK hat sich hervorragend entwickelt. Sie ist mittlerweile national und international sehr gut positioniert. Beweis hierfür sind sieben Sonderforschungsbereiche und einige Graduiertenkollegs, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in Kaiserslautern eingerichtet hat. Darüber hinaus stellt Kaiserslautern zwei der 34 Senatoren der DFG. „Es gibt keine andere deutsche Universität vergleichbarer Größe, die solche Erfolge aufweisen kann“, so Weber weiter. Die Landesregierung hat ohne Beteiligung der TUK deren Fusion mit dem Universitätsstandort Landau beschlossen, jedoch keinen inhaltlichen Plan zur beschlossenen Fusion vorgelegt. Weber zeigt sich verärgert: „Dieses Vorgehen ist angesichts der Tragweite der Entscheidung völlig inakzeptabel und zeugt davon, dass die Entscheidung nicht von Sachargumenten geleitet ist“. Wir befürchten, dass ohne eine gleichbleibend positive Entwicklung der TUK in Zukunft auch andere Forschungseinrichtungen am Standort Kaiserslautern und insgesamt über 3000 Arbeitsplätze direkt gefährdet sein könnten. Ferner wäre Kaiserslautern als Standort innovativer Unternehmen bedroht. „Die Universität Koblenz-Landau soll getrennt werden, weil die Konstruktion der „Doppeluniversität“ nicht funktioniert hat. Aus demselben Grund wurde zuvor die Doppeluniversität Kaiserslautern- Trier wieder getrennt. Es steht zu erwarten, dass auch die Fusion von Kaiserslautern mit Landau scheitern wird, genauso wie die missglückten Versuche der Landesregierung vorher. „Dabei hat Kaiserslautern viel zu verlieren – und das Land nichts zu gewinnen“, ist sich Weber sicher. Der Beschluss des Ministerrates vom Februar erfolgte, entgegen der bisherigen Berichterstattung des Wissenschaftsministers, nicht auf der Grundlage des Berichts der Expertenkommission, dem sogenannten Hochschulzukunftsprogramm Rheinland-Pfalz. Dieser Bericht enthält gerade keine Empfehlung für eine Fusion. Vielmehr empfiehlt der Bericht: das Land möge „…der künftigen Ausrichtung der Universität Koblenz-Landau besondere Aufmerksamkeit schenken und mit der Universität und potenziellen Partnerinnen und Partnern in den Dialog treten.“ Die Kommission hat als Ziel dieses Dialogs in ihrem Bericht lediglich „große Kooperationspotenziale“ ausgemacht. Der hierfür notwendige Dialog hat nicht stattgefunden und muss jetzt erfolgen.
aktualisiert von Tanja Sturmfels, 20.03.2019, 10:37 Uhr